Niklas Liebhart (16), Gymnasiast aus Schechingen:

Es bleibt einfach ein tolles Gefühl

„Wenn mir jemand die Frage stellt : "Warum Segelfliegen?" lautet meine Antwort steht's: "Darum!". Die Faszination am Fliegen hatte ich schon von klein auf. Jedes Mal wenn ich bei meiner Oma war, gingen wir zum Heubacher Flugplatz und schauten uns die Flugzeuge an. Es ist und bleibt auch mein Traum, Pilot zu werden. Ein guter Einstieg deshalb das Segelfliegen, das ich mit 14 Jahren begonnen habe. Es bleibt einfach ein tolles Gefühl, alleine in bis zu 3000 Meter hoch zu fliegen, die Aussicht genießen oder einfach mal abzuschalten. Ein unbeschreibliches Gefühl!

Einstieg über's Ferienprogramm

Ich habe mich für die Fliegergruppe Heubach entschieden, da es mir dort schon beim Ferienprogramm „Segelfliegen“, das jeden Sommerferienbeginn statt findet, sehr gut gefallen hat. Ich bereue es nicht, dem Verein beigetreten zu sein. Auch wenn es bei meinem ersten Flug als Passagier einen Seilriss gab, ließ ich mich nicht davon abbringen. Was mir an der FGH sehr gut gefällt, ist die Gemeinschaft und unsere Jugendgruppe die auch mit gemeinsamen Projekten außerhalb des Fliegens tätig ist. So viel Spaß es auch macht, oben auf dem Platz zu sein, es gibt auch Aufgaben und Pflichten zu erledigen und Ämter auszuüben. So werde ich zu Beginn der Saison die Bordbücher für unsere Segelflugzeuge schreiben. Mit der kommenden Saison beginne auch ich mein 3. Ausbildungsjahr.
Letztes Jahr absolvierte ich erfolgreich meine ersten 3 Alleinflüge, d.h. ich fliege schon allein mit unserem Schulungsflieger ASK 21.“

 


 


Nico Schäffauer (20), angehender Student der Geschichtswissenschaften und Anglistik

Was wäre gewesen, wenn ich nach einem Rundflug nicht beschlossen hätte, Segelflieger zu werden? Erlebnisreiche Flüge hätte es nie gegeben. Vereinskameraden, die sich im Laufe der Zeit als Freunde entpuppten, hätte ich nie kennengelernt. Und manch lustige Aktionen hätte ich nie erlebt.

Jedes Wochenende freue ich mich aufs Neue

Daran sieht man wohl, dass ich es nicht bereue, der FGH vor sechs Jahren beigetreten zu sein. Durch unsere überschaubare Größe herrscht ein fast familiäres Verhältnis. Dass wir zusammenhalten und auch den ein oder anderen Blödsinn machen (natürlich nur ganz selten ...) trägt dazu bei, dass ich mich jedes Wochenende aufs Neue freue. Sollte ich an einem Wochenende mal nicht selbst zum Fliegen kommen, bin ich darüber nicht traurig. Es lohnt sich einfach schon, auf den Flugplatz zu gehen und seine Freunde zu treffen.

Besonders stolz bin ich auf meine "Buaba und Mädla" – meine Jugendgruppe. Als Jugendleiter finde ich es sehr wichtig, dass die Jugend nicht zu kurz kommt. Da wir seit 2015 über insgesamt drei Fluglehrer verfügen, kommt jeder von den Flugschülern auf seine Kosten. Außerdem freut es mich sehr, dass wir im letzten Jahr einen enormen Zuwachs an jungen Leuten gewonnen haben. Somit gehören nun 10 Mitglieder zu unserer Jugendgruppe. Der frische Wind tut unserem Verein einfach gut. Neben der Funktion des Jugendleiters habe ich die ehrenvolle Aufgabe, alle Vereinsaktivitäten schriftlich zu dokumentieren. Kurz: Schriftführer und Pressewart.

Die FG Heubach ist auch musikalisch gut unterwegs...

Im Winter ist es nicht nur die Arbeit in der Werkstatt, die die Zeit zur neuen Saison überbrückt. Seit fünf Jahren gibt es unsere Vereinsband "Strömungsabriss", zu der ich mich als eines der Gründungsmitglieder zählen darf. Da wir das ganze Jahr über auf Welttournee sind (oder so ähnlich ...), nutzen wir den Winter zu kreativen Proben.

Wer den Alltag hinter sich lassen und lautlos die Welt von oben genießen möchte, ist bei uns genau richtig. Wir sind auf alles vorbereitet, seit neuestem auch auf Frauen. Dies soll keinesfalls beleidigend wirken. Doch erst seit dem vergangenen Jahr können wir eine Frauenquote, wenn auch eine geringe, vorweisen. Deshalb sind alle weiblichen Interessenten willkommen.

Aber auch eine "Vater-Sohn"- bzw. eine "Vater-Tochter"-Konstellation ist keine Seltenheit. Meist waren es die Kinder, die als erstes angefangen haben. Da die meisten Väter nicht nur den Fahrdienst zum Flugplatz spielen wollten, blieben sie irgendwann ganz da.

Ja, die Vielfalt macht es aus. Somit freue ich mich in der kommenden Saison auf viele neue Gesichter.

 




Kim Turlach (13), Mögglingen, Schülerin am Rosenstein Gymnasium Heubach

Moooment! Mit dem Segelfliegen kann man doch erst mit 14 Jahren beginnen, oder nicht? Nicht ganz.
Doch zunächst zu mir.

Zum Fliegen kam ich eher „unfreiwillig“ durch meinen Vater, der selbst fliegt. Dadurch wurde ich schon von klein auf mit der Fliegerei vertraut gemacht und durfte hin und wieder eine Runde im Motorflugzeug, Motorsegler und später auch im Segelflugzeug drehen. Nach und nach fand ich großen Gefallen daran und begleitete meinen Vater immer häufiger mit auf den Flugplatz in Bartholomä, wo ich sehr interessiert und aufmerksam den Flugbetrieb mitverfolgte. Neben dem Fliegen selbst wuchs mein Interesse auch in Sachen Bauweise und Technik eines Flugzeuges, weshalb ich oft nachfragte und alles genau erforschen wollte. Auf jeden Fall wurde mir schnell klar, dass ich später unbedingt den Segelflugschein machen möchte.

Nach großer Aufregung und voller Erwartungen war es vor zwei Jahren endlich so weit: Mein erster Schulungsflug mit unserem Ausbildungsleiter Bernd stand an. Mit viel Freude und Aufmerksamkeit lernte ich allmählich, ein Segelflugzeug zu fliegen und die Instrumente kennen. Nachdem in der vergangenen Saison alles Gelernte noch einmal aufgefrischt und kleine Ungenauigkeiten ausgebügelt wurden, bin ich dabei, das sichere Landen zu üben. Obwohl anfangs das ein oder andere Mal die Landebahn etwas verfehlt wurde, blieben die Fluglehrer Bernd, Stephen und Daniel trotz ihrer Eingriffe bei solchen Malheuren gelassen und weiterhin geduldig mit mir.


Freiheit und Ruhe. Das macht das Segelfliegen für mich aus.  Segelfliegen hat für mich etwas Natürliches. Dabei kann ich gut abschalten und vom Alltag abheben und  somit die Welt, wie wir sie täglich erleben, verlassen.

Die Frage, warum ich mich ausgerechnet für die Fliegergruppe Heubach entschieden habe, ist ja nicht sonderlich schwer zu beantworten. Es hätte wohl keine einfachere Lösung gegeben, als demselben Verein beizutreten wie mein Vater. Da ich auch schon vor meinem offiziellen Vereinseintritt mit den Mitgliedern auskam, war die Entscheidung offensichtlich.

Aber was macht die Fliegergruppe Heubach zu einem besonderen Verein?

Die Gemeinschaft, in der rasch Freundschaften unter jeglichen Altersgruppen geschlossen und Neuankömmlinge schnell aufgenommen werden, macht einen Großteil unseres Vereins aus. So kommen ich und meine einzige weibliche Kameradin Luca trotz unserer geschlechtlichen Minderheit problemlos zurecht. Deswegen müssen sich auch weitere flugbegeisterte Frauen in dieser Hinsicht keine Sorgen darüber machen, keinen Anschluss zu finden.

Langweilig wird es bei uns nie. So werden immer wieder lustige und merkwürdige Aktionen durchgeführt. „Fliegende Teppiche“ oder fahrende Sofas auf Kufen können von den irritierten Spaziergängern am Amalienhof beobachtet werden.

Und was außer dem Flugplatz noch?

Neben der Segelfliegerei male ich gerne, spiele Akkordeon und auch Klavier.

In der Fliegergruppe Heubach bin ich jedoch dafür zuständig, dass sich alle Fallschirme, Batterien und sonstige Ausrüstung der Flugzeuge am Ende eines Flugtages immer am richtigen Platz befinden und nicht verloren gehen.

Auf alle Fälle freue ich mich riesig auf die kommende Saison, nachdem die Flugzeuge während der Wintermonate in der Werkstatt restauriert wurden und ab März dann wieder - sowie vielleicht einige neue Flugbegeisterte - am Start sein werden.

Doch nun zu des Rätsels Lösung. Warum konnte ich schon mit 12 Jahren mit dem Segelfliegen beginnen? Vielleicht, weil mein Vater der Vorstand ist? Nein.
Zu verdanken habe ich das den sehr geehrten Damen und Herren in Brüssel. Denn auch die Europäisierung macht vor der Luftfahrt nicht halt. So wäre es – rein rechtlich gesehen – möglich, direkt nach der „Ankunft“ im Kreissaal auf den Flugplatz zu fahren und mit der Segelflugausbildung zu beginnen. Ganz so schlimm war es bei mir natürlich nicht.

Aber dennoch interessant, auf welche Ideen die „Brüsseler Spitzen“ alles so kommen.

 


 

 

Johannes Schmelz (20), Heidenheim, Student

Eine klassische Fliegerkarriere

Über meinen Weg zur Fliegerei wage ich zu behaupten, dass er einer der typischsten ist bzw. war. Da ich schon als Kleinkind sehr viel Zeit in den Ferien oder am Wochenende bei meinen Großeltern verbracht habe, ließ es nicht allzu lang auf sich warten, dass ich als Enkel mit dem Opa auf dem Flugplatz unterwegs war.

Treu dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ wurde mein Interesse Tag für Tag durch weitere Eindrücke und Erlebnisse geweckt und die Frage „wie fühlt sich das an, wenn man da drin sitzt?“ so groß, dass ich das einfach ausprobieren musste!

Gesagt, getan! So ging es also für mich das erste mal mit meinem Opa im Segelflieger in die Luft und ich war von Minute Eins an mehr als begeistert, sodass ich es nicht lassen konnte bereits bei diesem Flug die ersten Flugversuche zu wagen.
Durch diese Erfahrung bestärkt, konnte ich meinen 14. Geburtstag kaum erwarten, um mit der Ausbildung beginnen zu können.

Nachdem die erste große Ladung „Wissen“ in der Ausbildung von mir verdaut war und ich langsam aber sicher alles was mir gesagt und gezeigt wurde umsetzen konnte, hatte ich das erste Mal Zeit, die Faszination am Segelfliegen zu erfahren. Das fast geräuschlose Gleiten durch die Luft, die Leistung die in den Maschinen steckt, die Aussicht etc.

Technische Faszination und sportlicher Ehrgeiz

Mit fortschreitender Erfahrung in der Fliegerei ist man zwar immer noch von schönen Landschaften, welche man sich von oben betrachten kann, begeistert, allerdings wanderte bei mir der Fokus ein wenig auf den technischen und sportlichen Aspekt ab.

Neben der Freiheit, die man in der Luft erfährt, faszinieren mich die großen Leistungspotenziale, welche man von den Flugzeugen abrufen kann und so zum Beispiel 45 km geradeaus fliegen kann, dabei aber nur - und ich sage bewusst nur! -  1000 Höhenmeter verliert.

Darüber hinaus ist der sportliche Aspekt, sich bei jedem Flug mit den gegebenen Wetterbedingungen zu „messen“ unglaublich faszinierend für mich.

Im Fortgang meiner Ausbildung suchte ich einen Verein, der für mich besser zu erreichen war als der Verein meines Großvaters.

So begab ich mich auf die Suche und landete durch einen glücklichen Zufall auf dem Flugplatz in Bartholomä. Dort wurde ich sofort von den Jugendlichen der Fliegergruppe Heubach angesprochen und herzlich aufgenommen. Nach diesem positiven Erlebnis fiel mir die Entscheidung für die Fliegergruppe nicht sehr schwer!
Inzwischen ist die Fliegergruppe für mich ein Bestandteil des Lebens, da man sich im Sommer fast jedes Wochenende auf dem Flugplatz trifft, Spaß hat und der gemeinsamen Faszination nachgeht.

Begeisternd finde ich die Flexibilität des Vereins, da bekanntermaßen in einem Verein ja etliche Individuen unter einem Hut organisiert werden müssen. So schaffen wir es auf die individuellen Bedürfnisse der Mitglieder, sei es Familie, Beruf, Studium etc. einzugehen, aber trotzdem nicht in der Entwicklung zu stagnieren, da jeder bereit ist, sofern die Zeit vorhanden ist, sich mehr im Verein zu engagieren und somit anderen, die weniger Zeit haben, Dinge abzunehmen.

Inzwischen betreibe ich die Fliegerei seit sechs Jahren aktiv als Hobby und bin seit vier Jahren Inhaber der Pilotenlizenz, welche mich berechtigt Segelflugzeuge zu fliegen.

 

Es gibt noch mehr als Segelfliegen

Auch die Erweiterungsmöglichkeiten dieser Lizenz habe ich nicht ausgelassen und noch eine Segelkunstflugberechtigung und die Berechtigung zum Fliegen von Motorseglern erworben.

So viel zu meiner Person.



Ich würde mich freuen, wenn unsere „Steckbriefe“ bei dem ein oder anderen Leser Interesse wecken und wir Sie bald bei uns begrüßen dürfen!



 


Felix Miorin (19), Mögglingen, studiert Wirtschaftsingenieurswesen an der DHBW Heidenheim

Fliegen ohne Motor. Ist das nicht erstaunlich?

Geändert hat sich alles, als ein Mitschüler, der selbst Pilot bei der Fliegergruppe-Heubach ist, mich auf das Segelfliegen aufmerksam machte. Fliegen war für mich schon immer etwas Spannendes und Faszinierendes. Jedoch habe ich mir in der Vergangenheit nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht, eines Tages selbst Pilot zu werden. 
Schnell hatten wir einen Termin für einen Rundflug gefunden und danach stand für mich fest: Genau das will ich auch können!

Alleine mit der Thermik hunderte von Metern in die Höhe zu steigen und dann Aussicht und die Freiheit zu genießen, ist unbeschreiblich. Fliege ich alleine, also ohne Fluglehrer, bin ich komplett auf mich alleine gestellt. Die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit machen den Flug dann zu einem Erfolg.

Segelfliegen ist ein Teamsport

Ohne die Hilfe der anderen kommt man nicht in die Luft. Vor allem bei einem eher kleinen Segelflugverein, wie wir es sind, sind Teamgeist und Kameradschaft sehr wichtig. Genau das ist das Schöne bei der Fliegergruppe Heubach. Bei uns geht es immer kameradschaftlich und lustig zu, egal ob beim Fliegen oder bei Aktivitäten abseits des Flugplatzes.

Derzeit befinde ich mich in den letzten Zügen meiner Ausbildung zum Segelflugzeugführer. Ich habe dieses Jahr meine Theorieprüfung und meinen 50-km-Überlandflug erfolgreich absolviert. Somit kann ich in der nächsten Flugsaison meine Ausbildung beenden. Da ich seit diesem Jahr stellvertretender Jugendleiter bin, freut es mich natürlich umso mehr, dass unsere Jugendgruppe im vergangenen Jahr viele neue Mitglieder gewonnen hat. 



 


 


Silas Gerhard (15), Ebnat, Schüler am Ernst-Abbe-Gymnasium Oberkochen:

 

 


 


 


 


Der Traum vom Fiegen

"Ich habe schon lange vom Fliegen geträumt. Zumindest seit der 5. Klasse ließ mich der Gedanke vom Pilot sein nicht mehr los. Sämtliche Fragen schwirrten mir im Kopf herum. Auf die sollte ich doch schnell eine Antwort finden.

Doch warum ausgerechnet das Fliegen? Was fasziniert mich daran? Die Welt sieht von oben ganz anders aus. Man fühlt sich fast schwerelos (obwohl so ein Segelflugzeug nun auch wieder nicht soooo leicht ist) und ich erfreue mich an den herrlichen Ausblicken, denn ich weiß: Das ist genau mein Ding.

Über Umwege zur Fliegergruppe Heubach

Vor rund zwei Jahren machte ich mir dann zum ersten Mal Gedanken übers Segelfliegen. Trotz einigen Stunden mit dem Flugsimulator am PC fiel mir irgendwann auf ,dass das nicht alles sein konnte. Irgendwie muss da doch noch mehr sein. Im Internet begann ich dann zu recherchieren: Wo kann man den überhaupt Segelfliegen? Meine erste Antwort hierauf lautete Elchingen, da dies der Flugplatz ist, welcher am nächsten zu meinem „zu Hause“ in Ebnat ist. Jedoch sollte sich auch das noch einmal wenden. Am Ende stand für mich jedoch fest: Ich möchte Segelflieger werden! Das ganze kam vielleicht etwas überstürzt, aber es sollte sich verwirklichen: Ein gutes Jahr später stand ich dann auf dem Flugplatz in Bartholomä.

Ein guter Freund und Klassenkamerad war und ist ebenfalls am Fliegen Interessiert. Sein Vater war schon einmal bei der Fliegergruppe Heubach gewesen und hat dort Segelflugsport betrieben. Er berichtete uns beiden von seinen Erfahrungen. Daraufhin war uns klar: Auf nach Bartholomä. Und so kam ich zum Segelfliegen. Im vergangenen Mai fuhr ich dann zum ersten Mal mit dem Fahrrad dort hin. Ich wurde freundlich empfangen und durfte am Ende des Tages sogar einmal mitfliegen. Und nach diesem Flug war mir dann klar: Genau das will ich auch können! Aktuell fliege ich noch mit Fluglehrer im Gepäck.

Die FG Heubach ist mehr als ein Verein

Ich habe mich für die Fliegergruppe-Heubach entschieden, weil dort alles sehr humorvoll zugeht und man mit jedem – ob Flugschüler oder Scheinpiloten – Spaß haben kann wie mit einem Freund. Das ist auch eins der Dinge, die ich an der FGH sehr schätze. Für mich ist die FGH nicht nur ein Verein sondern auch ein Freundeskreis und damit eine unendliche Bereicherung."

 

 





Luca Schmidt (21), Bad Boll, Physikstudentin an der Universität Stuttgart:

Kurz vor meinem allerersten Segelflug...Der Anfang eines tollen Hobbies

Zum Fliegen gekommen bin ich sprichwörtlich wie die Jungfrau zum Kinde, als ich aus Jux und Tollerei am „Schnupperfliegen“ der Akademischen Fliegergruppe Stuttgart  teilgenommen habe.

Ziemlich schnell war klar: Dies sollte nicht mein letzter Flug sein.
Dennoch hat es rund ein halbes Jahr gedauert, bis sich mein Entschluss gefestigt und ich mir einen Verein ausgesucht hatte.

Aber was macht das Segelfliegen so faszinierend und einzigartig?

Bei kaum einer anderen Beschäftigung bin ich der Physik im täglichen Leben so nahe wie beim Fliegen, obwohl die Naturgesetze bei den atemberaubenden Aussichten aus luftiger Höhe und dem unbeschreiblichen Gefühl der Freiheit oft wie aufgehoben scheinen.

Es ist für mich jedes Mal aufs Neue faszinierend, mit welcher Agilität man sich im Segelflugzeug durch die Luft bewegen kann – und das einzig durch optimierte Bauart und Formgebung der Flugzeuge und die Gewalten der Natur in Form von aufsteigender Warmluft, der Thermik.

Es ist schwierig die Begeisterung fürs Fliegen zu verstehen, ohne selbst diese einzigartige Erfahrung gemacht zu haben. Aber am besten erklären kann man es vielleicht wie folgt:

Die Meisten von uns werden wohl das Gefühl kennen, das einen beschleicht, wenn man mit den Blicken einem Vogel folgt, der seine Kreise hoch über unseren Köpfen dreht. Für manche ist es Staunen oder Bewunderung der Ästhetik, für andere wiederum eher Sehnsucht oder gar ein bisschen Neid. (Falls euch keine dieser Gefühlsregungen bekannt vorkommt, schaut doch für einen Moment aus dem Fenster und beobachtet einen der gefiederten Kameraden. Versucht, die Welt mit seinen Augen zu sehen).

Für mich ist es eine Mischung aus alledem. Vor allem aber der Wunsch, die Natur nicht zu bezwingen, sondern mit ihrer Hilfe in die Lüfte zu steigen. Und Segelfliegen bedeutet die Erfüllung dieses Wunsches.

Eine ereignisreiche erste Flugsaison

Seit ich zur Fliegergruppe-Heubach gekommen bin, hat sich Einiges getan.

Nach den ersten eher holprigen Anläufen, ein Segelflugzeug zu starten, zu steuern und - im weiteren Verlauf der Ausbildung - auch zu landen, haben sich relativ schnell Erfolge eingestellt. Während den zahlreichen „Flugtagen“ im Sommer haben sich unsere Fluglehrer Bernd, Stephen und Daniel größte Mühe gegeben, mich meinem Flugschein näher zu bringen.

Da der weiblichen Fluglogik im Verein noch keine allzu großen Erfahrungswerte zugrunde liegen, blieb der ein oder andere Beinahe-Nervenzusammenbruch auf Seiten meiner Ausbilder nicht aus. Aber mit jeder Menge Humor lässt sich so manche Irritation bestens handhaben.

Was mich dazu bringt zu betonen, dass unser Hobby aus weitaus mehr besteht als dem Fliegen selbst.

In erster Linie ist Segelfliegen ein Teamsport und in der Fliegergruppe-Heubach habe ich einen ganz besonders aufgeweckten und herzlichen Haufen Menschen vorgefunden.

Während man beim Flugbetrieb jederzeit wachsam und konzentriert sein muss und das Vertrauen in die Kollegen unerlässlich ist, wird nach dem Einhallen der Flieger der reinen Vernunft auch gern mal Einhalt geboten und es wird immer sehr witzig.
Besonders schön ist auch, dass unsere Jugend mittlerweile regen Zuwachs bekommen hat und wir auch abseits des Flugfelds die ein oder anderen schönen Tage oder Nächte zusammen verbringen.

Winterzeit ist Arbeitszeit

Momentan durchleben wir natürlich eine für Flieger besonders schwierige Zeit: den Winter.

Abgesehen von unserem Motorsegler „Super Dimona“ stehen unsere Flugzeuge jetzt bis zum Frühjahr in ihren Anhängern und bewegen sich höchstens von der Halle in Bartholomä bis zu unserer Werkstatt in Heubach und wieder zurück.
Bei unserem wöchentlichen Werkstattabend werden die Flugzeuge nacheinander auf Herz und Nieren geprüft. So lernt man sein „Sportgerät“ nochmal auf ganz andere Art kennen und setzt sich auch mal mehr mit der Technik und nicht nur mit der „Bedienung“ auseinander.

Neben der Werkstatt habe ich seit Kurzem die Verantwortung für die Website übernommen. Eine Arbeit, auf die ich mich auch deswegen besonders freue, weil ich mich während einem Freiwilligendienst schon einmal um eine Website gekümmert habe. Das hat mir besonders Spaß gemacht.

Man sieht: Es gibt in der Fliegergruppe-Heubach immer viel zu tun und vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen. Jeder Neuling ist herzlich willkommen.

Damit bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich unheimlich auf die neue Flugsaison ab etwa März freue – möglicherweise wieder mit ein paar neuen Gesichtern."

 


Letzte Aktualisierung am 01.03.2016 (ls)